Für Arndt Groth, den Präsidenten des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW), steht die Internetwirtschaft heute auf wesentlich solideren Füßen als noch zum Anfang des Jahrtausends. Auch die Diskussionen auf dem Kongress und in den Workshops der OMD brachten viele realistische Beurteilungen des Themas Web 2.0. Übergreifend blieben vor allem drei Ergebnisse haften:

1. Der Marketingbegriff Web 2.0 hat sich durchgesetzt.
2. Jetzt muss er konkret mit Inhalten gefüllt und mit Businessmodellen hinterlegt werden.
3. Die zielgerichtete Vermarktung des interaktiven, multimedialen Internet beginnt gerade erst.

Dass die Branche in Deutschland dabei noch ganz am Anfang steht, belegen auch die Ergebnisse der Messemarktforschung. Claus Bühs Consulting befragte die Fachbesucher der OMD, was Sie vom Begriff Web 2.0 halten. Das Ergebnis: 28 Prozent sind der Meinung, dass “Web 2.0 das Marketing nochmals erheblich verändern wird”. 22 Prozent verfolgen die Diskussion mit Interesse, “warten aber ab, welche Kommunikationsmodelle sich durchsetzen werden”. Knapp 20 Prozent finden, “Web 2.0 ist eigentlich nichts besonders Neues”. Immerhin 30 Prozent der Experten können mit dem Begriff noch nichts anfangen oder haben dazu keine Meinung. Spätestens zur OMD 2007 dürfte sich diese Situation geändert haben.