Facebook bekam die Macht der Nutzer schon zu spüren: Das Online-Netzwerk studiVZ ist nach Nutzer-Protesten wieder zurückgerudert und will nun auf Werbung per SMS und Messenger doch verzichten.

StudiVZ nutzen rund vier Millionen Mitglieder. Am Freitag hatte das Unternehmen bekannt gegeben, die Surfer in Zukunft mit personalisierter Werbung zu adressieren, die auf Alter, Geschlecht, Wohn- und Studienort sowie Studienfach zugeschnitten ist. Danach war ein Sturm der Entrüstung losgebrochen.

In einer Mail am Samstag ruderte Geschäftsführer Marcus Riecke zurück: SMS- und Instant-Messenger-Werbung will man künftig doch nicht verkaufen. Darüber hinaus sollen Mitglieder nun doch nicht sofort rausfliegen, wenn sie den neuen Geschäftsbedingungen nicht bis zum 9. Januar zustimmen. “Bis zum 31. März 2008 bleiben eure Profile für alle anderen Mitglieder sichtbar”, gibt sich StudiVZ großmütig. Dagegen sollen Beiträge von Aussteigern aus dem Netzwerk jetzt sofort gelöscht werden.