Der Software-Konzern Microsoft will Yahoo schlucken. Der Windows-Hersteller bietet fast 45 Milliarden Dollar für den schwächelnden Suchmaschinenbetreiber. Microsoft will mit der Übernahme des Suchmaschinen- und Portalbetreibers seinen Rückstand auf Google aufholen. Der Software-Riese bietet mit 31 US-Dollar pro Aktie einen Aufschlag von 62 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag. Das Ziel ist klar: Microsoft-Chef Steve Ballmer will den Konzern zur Nummer 1 in der Online-Werbung machen und Google auf diesem Gebiet überflügeln.

Yahoo hatte erst vor drei Tagen bekannt gegeben, dass der Quartalsgewinn um 25 Prozent eingebrochen war. Der Aktienkurs war daraufhin um 10 Prozent abgesackt. Yahoo hat die Entlassung von 1.000 ihrer 14.300 Mitarbeiter angekündigt. Medienberichten zufolge erwägt Yahoo-Chef Jerry Yang sogar das Ende des Europa-Geschäftes. Diese Überlegungen dürften jetzt Makulatur sein.