Die Forscher von ibi Research an der Universität Regensburg haben in einem E-Commerce-Leitfaden untersucht welches die besten Zahlungsverfahren im Online Handel sind. Dabei gehen sie davon aus, dass kein einzelnes Zahlungsverfahren Kundenakzeptanz, Vermeidung von Zahlungsverzögerungen oder -ausfällen sowie möglichst geringe Kosten in gleichem Maße erfüllt. Online-Händler müssten daher genau analysieren, welche Kombination von Zahlungsverfahren und Maßnahmen im Risiko- und Forderungsmanagement ihnen den höchsten Gewinn verspricht.

Das Regensburger Forschungs- und Beratungsinstitut hat dazu simuliert, wie sich die angebotenen Zahlungsverfahren auf den Gewinn eines fiktiven Online-Händlers auswirken. Ein Parameter für die Simulation ist zum Beispiel die Erkenntnis, dass gut die Hälfte der Befragten (56%) schon einmal schlechte Erfahrungen beim Online Shopping gemacht hat. Deshalb verlassen 79 % der Kunden den Webshop und suchen nach einem anderen Anbieter, wenn nur die Zahlung per Vorkasse angeboten wird. Ein Rabatt von 3 % kann den Anteil der Vorkasse-Zahlungen dagegen deutlich steigern. Die Kaufabbruchquote sinkt im Schnitt um ein Drittel, wenn der Anbieter über ein Gütesiegel verfügt. Alternativ lässt sich durch das Angebot einer Zahlung per Rechnung, Lastschrift oder Kreditkarte die Kaufabbruchquote deutlich reduzieren.

Als Fazit aus dem Fallbeispiel kann festgehalten werden, dass bei einer Abwägung zwischen mehreren Alternativen stets eine genaue Analyse erforderlich ist, wie sich unterschiedliche Maßnahmen auf den Gewinn auswirken.

Internet: fallbeispiel.ecommerce-leitfaden.de

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